Uhrentipps und -Tricks
Armbanduhren sind nicht nur praktisch, sondern sie geben Ihrer Mode und eigenem Stil den letzten Schliff. Für den Erhalt und eine lange Lebensdauer Ihrer Uhren ist das richtige Tragen, eine sorgfältige Aufbewahrung und regelmäßige Uhrenpflege besonders wichtig. Hier finden Sie alles was Sie über die Uhrenpflege wissen sollten, sowie viele nützliche Tipps & Tricks rundum Armbanduhren.
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Tipps zum Uhrenkauf
Nach Möglichkeit, sollte man mindestens eine Uhr für jeden Tag und eine Uhr für besondere Anlässe haben. Es sieht schlampig aus eine Sportuhr zum Anzug zu tragen. Zeigen Sie Ihren eigenen Stil und kaufen Sie Uhren entsprechend dem Verwendungszweck. Sportliche und funktionelle Uhren für den Außenbereich, klassische Metalluhren und Farben für besondere Anlässe, Leder und Metall für den allgemeinen Gebrauch.
Legen Sie vor dem Einkauf Ihr Budget fest, bleiben Sie aber realistisch. Eine Uhr kann sowohl nur wenige Euro, als auch so viel wie z.B. ein Einfamilienhaus kosten. Machen Sie dabei keine Kompromisse bei der Qualität. Der Preis ist oft, aber nicht immer ein Hinweis auf die Qualität.
Finden Sie eine Uhr die Sie komfortabel tragen können und die Ihre Persönlichkeit unterstreicht. Fragen Sie einen ehrlichen Freund, auf dessen Meinung Sie vertrauen. Eine zweite Meinung wird Ihnen die Kaufentscheidung erleichtern.
Kaufen Sie niemals eine Uhr, nur weil sie auf jemand anderen gut ausgesehen hat. Sie haben Ihren eigenen Stil und Ihre Uhr soll diesen repräsentieren.
Uhrenreinigung
Verschmutzungen lassen sich am besten mit einem leicht angefeuchteten Tuch entfernen. Benutzen Sie bitte auf keinen Fall Reinigungsmittel. Insbesondere bei wasserdichten Uhren können diese wichtige Dichtungsringe der Krone und des Bodendeckels angreifen und zur Undichtigkeit der Uhr führen.
Reinigung von Lederbändern
Bei Lederbändern sollte man grundsätzlich nicht fließendes Wasser, Seife und Chemikalien zur Reinigung verwenden, sonst könnten sich Ränder und Farbänderungen im Leder bilden. Nur Bänder, die ausdrücklich als wasserfest ausgewiesen sind, können unter fließendem Wasser gesäubert werden. Bei täglichem Tragen beträgt die Lebensdauer von Lederbändern etwa ein bis zwei Jahre. Auch aus hygienischen Gründen empfiehlt es sich diese Intervalle einzuhalten.
Kratzer auf Uhrengläsern
Kratzer auf dem Uhrenglas sind in der Regel keine echten Kratzer, sondern der Abrieb des Gegenstandes, der an der Uhr "gekratzt" hat. Meistens können Sie die Spuren mit einem Radiergummi leicht entfernen. Mineralgläser sind wenig empfindlich gegen Kratzer. Noch kratzfester als Mineralgläser sind Gläser aus künstlichem Saphir, welche so hart sind dass sie nur mit einem Diamant verkratzt werden können. Allerdings, sind die kratzfesten Saphirgläser stoßempfindlicher als Mineralgläser.
Tragespuren auf Gehäuse und Band
Falls Ihre Uhr zwar noch gut geht, aber schon von ihrer einstigen Strahlkraft verloren hat, empfiehlt sich ein Band- und Gehäuseservice. Dabei wird die Uhr zerlegt, poliert und mattiert (geschliffen), wieder zusammengebaut und bei wasserdichten Modellen eine Wasserdichtheitsprüfung durchgeführt.
Aufbewahrung von Armbanduhren
Armbanduhren sollten in einer trockenen und staubfreien Umgebung, wie z.B. einer speziellen Uhrenkiste aufbewahrt werden. Die Uhrengehäuse sollten voneinander getrennt sein, um ein aneinander reiben oder scheuern zu vermeiden. Auch direkte Sonnen- oder Lichteinstrahlung sollte man vermeiden, weil vor allem Zifferblätter und Zeiger darunter leiden können.
Schmutz und Fettsäuren aus der Haut können auf Dauer der Uhr schaden. Deshalb sollte die Armbanduhr, wenn sie längere Zeit nicht benötigt wird, mit einem weichen Tuch sorgfältig abgewischt werden. Für Automatikuhren empfiehlt sich ein Uhrenbeweger, der den Rotor regelmässig in Schwung hält.
Service und Wartung von Automatikuhren und mechanischen Uhren
Mindestens alle drei bis fünf Jahre, oder wenn Ihre mechanische Uhr stärker als üblich von der normalen Zeit abweicht oder auch im Vollaufzug stehen bleibt, sollten Sie die Uhr von einem Uhrmacher warten lassen. Die im Uhrwerk verwendeten speziellen Öle verschleißen oder vertrocknen im Laufe der Zeit.
Bei einem guten Uhrenservice wird das Uhrwerk aus dem Gehäuse genommen, in Einzelteile zerlegt, gründlich gereinigt (Gehäuse und Band werden im Ultraschallgerät gereinigt), wieder zusammengebaut und mit speziellen Schmiermitteln fachmännisch geölt und geregelt. Bei wasserdichten Uhren wird auch eine Prüfung der Dichtheit durchgeführt. Am wohlsten fühlt sich Ihre Automatikuhr an Ihrem Handgelenk oder in einem Uhrenbeweger.
Um Ihre Automatikuhr in Betrieb zu nehmen, sollten Sie diese über die Krone voll aufziehen. Die Feder ist bei modernen Automatikuhren durch eine Rutschkupplung geschützt, so dass sie beim Aufziehen nicht überdreht werden kann. Andererseits, sollte eine Uhr mit Handaufzug nur so lange aufgezogen werden, bis ein erster Widerstand spürbar wird.
Vermeidung von grösseren Uhrwerksschäden
Benutzen Sie niemals die Datumsschaltung, wenn sich der Stundenzeiger zwischen 21:00 Uhr und 3:00 Uhr befindet. Drehen Sie niemals die Zeiger über 24:00 Uhr gegen den Uhrzeigersinn zurück, denn in dieser Zeigerstellung befinden sich Zahnräder des Uhrwerkes, welche das Datum weiterschalten, im Eingriff.
Wird ein Zeitmesser stundenlang der Sonne ausgesetzt und danach gleich mit ins Wasser genommen, kann dies einen thermischen Schock auslösen, der zur dauerhaften Beeinträchtigung der Ganggenauigkeit der Uhr führen kann. Aus demselben Grund sollte man auch in der Sauna auf das Tragen von Uhren verzichten!
Bei Motorrad- oder Mountainbike-Fahrten können auch die robustesten mechanischen Uhren beschädigt werden. Das gilt vor allem für Automatik-Uhren. Ebenso können infolge eines Schlages, den der Träger der Uhr nicht einmal bemerken muss, die feinen Teile auch von stoßgesicherten Zeitmessern brechen.
Reparierbarkeit von Uhren
Egal was passiert ist, kann eine mechanische Uhr von einer guten Uhrmacherwerkstatt fast immer repariert und praktisch wie neu restauriert werden.
Uhren mit Batterie und Quarzuhren
Bei batteriebetriebenen Uhren und Quarzuhren sollte mindestens alle zwei bis drei Jahre die Batterie gewechselt werden. Somit wird ein eventuelles Auslaufen der Batterie und eine kostspielige Beschädigung der Quarzuhr vermieden.
Wasserdichte Uhren
Wasserdichte Uhrengehäuse sollten mindestens einmal jährlich, und zwar stets vor dem Sommer, von einem Uhrmacher auf Dichtigkeit überprüft werden. Die zur Abdichtung verwendeten Materialien, wie Gummi oder Kunststoffe, altern und werden mit der Zeit brüchig und porös. Das kann dazu führen, dass vermeintlich wasserdichte Uhren beim Sprung ins Wasser undicht werden und das empfindliche Uhrwerk beschädigt wird.
Tipp: Nach einem Bad im Meer sollten Sie ihre Uhr mit Süsswasser auswaschen um sie vom Salz zu reinigen.
Wasserschaden
Wird ihre Uhr dennoch einmal undicht, sollte sie schnellstmöglich zum Uhrmacher gebracht werden, denn nur so können größere Schäden am Uhrwerk verhindert werden.
Achtung: Chronographen, bei denen Krone und Drücker nicht verschraubt sind, sollten nicht mit ins Wasser genommen werden. Auch sollten unter Wasser die Drücker des Chronographen NICHT betätigt werden, selbst wenn der Hersteller das ausdrücklich erlaubt. Schon ein leichter Schlag reicht nämlich aus, um den Sitz der Runddichtungen und damit die Dichtigkeit zu gefährden.
Garantiefrage Wasserdichtheit
Wenn sich eine durch Wassereintritt beschädigte Uhr in der Wasserdichtigkeitsprüfung trotzdem als dicht erweist, muss das Wasser infolge eines Bedienungsfehlers ins Uhrwerk geraten sein (z.B. verschraubte Krone nicht gänzlich verschraubt). In diesem Fall erlischt die Garantie, bzw. Gewährleistung.
Wasserdichtigkeitstabelle
| 3 ATM (30 Meter) |
Beständigkeit gegen unbeabsichtigte Wassereinwirkung (z.B. Regentropfen) |
Kein Schwimmen, Duschen, Baden und Tauchen |
| 5 ATM (50 Meter) |
Für Wassersport geeignet, mit Ausnahme von Tauchsport |
Kein Schwimmen, Baden und Tauchen |
| 10 ATM (100 Meter) |
Für jede Wassersportart, einschließlich Tauchsport in geringer Wassertiefe, geeignet |
Schwimmen, Baden und Tauchen in geringen Tiefen |
| ab 20 ATM (ab 200 Meter) |
Für jede Wassersportart geeignet! |
Schwimmen, Baden und Tauchen mit Taucherausrüstung |
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