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Uhren-Lexikon
In der Uhrenwelt kommt man ohne gewisse Fachausdrücke nicht aus. Im my-watchshop Uhren-Lexikon finden Sie alle wichtigen Fachbegriffe rundum Armbanduhren auf einen Blick verständlich erklärt.
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Abenduhr
Die Abenduhr ist eine Sonnenuhr, die so aufgestellt ist, dass nur die Nachmittagsstunden angezeigt werden.
Abfall
Abfall bedeutet in der Uhrmacherei den Weg, den das Ankerrad beim Abfallen vom Anker bis zum Auftreffen des nächsten Zahnes zurücklegt.
Achat
Achat ist ein Halbedelstein, der wegen seiner Härte gerne als Lochstein verwendet wird.
Achttageuhr
Eine Uhr mit Wochenwerk und einer Gangdauer von mindestens acht Tagen.
AM
AM, a.m. oder A.M. sind Abkürzungen für Ante meridiem (lat. für „vor Mittag“). AM ist eine Bezeichnung zur Eingrenzung von Uhrzeitangaben. Als ante meridiem werden alle Uhrzeiten von 0:00 Uhr (=12:00 Uhr Mitternacht) bis 11:59 Uhr Vormittag bezeichnet.
In den USA, England, Kanada, Australien und Neuseeland ist die 12-Stunden-Darstellung für Uhrzeiten üblich, denen die entsprechende Abkürzung nachgestellt wird, im restlichen englischsprachigen Raum die 24-Stunden-Darstellung. Siehe auch PM.
Amplitude
Amplitude oder Schwingungsweite ist die größte Abweichung eines schwingenden Körpers (Pendel, bzw. Unruh) von der Ruhelage. Sie wird als Winkel in Grad gemessen. Die Gleichmäßigkeit der Amplitude ist entscheidend für die Ganggenauigkeit einer Uhr. Sie kann bei Unruhen, ja nach Spannungsgrad der Zugfeder, Art der Hemmung und Lage der Uhr, zwischen 180° und 315° betragen, bei Präzisionsuhren jedoch maximal 0,5°.
Analoganzeige
Die Analoganzeige zeigt die Uhrzeit auf traditionelle Art und Weise mit Hilfe von Zeigern auf einem Zifferblatt an, während, im Gegensatz dazu, die moderne Digitalanzeige, die Uhrzeit mittels Ziffern (Digits) auf einem elektronischen Display wiedergibt. Nach dem großen Boom der Digitalanzeige in den 1980er Jahren, wurde diese zunehmend wieder von der klassischen Analoganzeige verdrängt.
Anker
Der Anker ist bei mechanischen Uhren ein Schalthebel in Form eines Schiffsankers. Er wird vom Pendel oder der Unruh gesteuert und wandelt, als Teil der Hemmung, das Drehmoment des Steigrades in eine Hin- und Herbewegung zum Antrieb des Schwingsystems um. Das klassische Ticken einer Uhr wird vom Anker erzeugt.
Ankerechappement
Beim Ankerechappement sind Anker, Gangrad und die Unruh auf einer eigenen Platte montiert.
Ankerhemmung
Durch die Ankerhemmung konnte die Genauigkeit mechanischer Uhren erheblich gesteigert werden. Diese befindet sich heute fast in allen mechanischen Armbanduhren. Der Anker erhält vom Gangrad einen Impuls zur Bewegung. Während ein Ende des Ankers vorgetrieben wird, greift das andere Ende in die Zähne des Gangrades ein. Die so entstehende permanente Bewegung ist mit einer Wippe vergleichbar.
Ankerrad
Das Ankerrad ist das letzte Rad in der mechanischen Räderuhr das die höchste Drehgeschwindigkeit erreicht. Die Zähne des Ankerrades können unterschiedlich geformt sein oder durch Stifte ersetzt werden.
Anno Domini
Anno Domini (abk. A.D.) - lat.: Im Jahr des Herrn.
Antrieb
Unter Antrieb werden diejenigen Teile einer Uhr verstanden, mit deren Hilfe die, zum Betreiben des Schwingsystems, notwendige Energie erzeugt, gespeichert und weitergeleitet wird. Es existieren zwei Arten des Antriebs: Der indirekte Antrieb, bei dem die Antriebsenergie über das Räderwerk zum Schwingsystem übertragen wird, und der direkte Antrieb, bei dem die Antriebsenergie unmittelbar auf das Schwingsystem wirkt. Die häufigsten Antriebsarten sind Gewichtsantrieb, Federantrieb und der elektrische Antrieb.
Antriebsfeder
Die Antriebsfeder (Zugfeder) ist ein Bauteil von mechanischen Uhren, die zum Antrieb benutzt wird indem, durch elastische Verformung, Spannung aufgebaut und somit Energie gespeichert und wieder abgegeben wird.
Die Antriebsfeder ist ein spiralförmiges Federband dass um einen Federkern gewickelt ist und in aufgezogenem Zustand ein bestimmtes Drehmoment zum Antrieb der Uhr besitzt. Ein Teil der Antriebskraft der Antriebsfeder geht durch entstehende Reibung, Schmiermittel, Materialermüdung oder Schmutz z.T. verloren, wodurch unterschiedliche Momente zwischen Aufzug und Ablauf entstehen.
Applikation
Eine Applikation ist eine äußerlich angebrachte Verzierung, bei hochwertigen Uhren oft in Form von vergoldeten Metallreliefs, die meistens auf Gehäusen angebracht werden.
Astronomisches Zifferblatt
Ein astronomisches Zifferblatt ist ein Uhrenzifferblatt, das, zusätzlich zur Uhrzeit, auch die Bewegung der Planeten, Sterne und anderer Himmelskörper, meistens Sonne und Mond, anzeigt.
Atomuhr
Die Atomuhr ist ein Hochpräzisionszeitmesser, der auf der hochfrequenten und äußerst konstanten Schwingungsdauer bestimmter Atome (z.B. Caesium oder Rubidium) basiert. Diese werden durch ein elektromagnetisches Feld zu Schwingungen angeregt und synchronisieren einen Quarzoszillator, dessen Frequenz, mittels einer Regelschleife, extrem stabil gehalten wird. Alleine die Stabilität der Resonanz bestimmt die Qualität des Ausgangssignals.
Atomuhren sind derzeit die genauesten Uhren. Das Bureau International des Poids et Mesures (BIPM) in Paris legt aus den Messwerten von über 260 Atomuhren an über 60 Instituten weltweit die Internationale Atomzeit (TAI) als Referenzzeit fest. Die erste Atomuhr entwickelte der Amerikaner Isidor Isaac Rabi (1898-1988) an der Columbia University und erhielt dafür im Jahr 1944 den Nobelpreis.
Im Jahr 1973 begann die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig damit, Caesiumuhren-Zeitsignale (einschließlich Kalenderangaben und Informationen über die Sommerzeit) über den Langwellensender DCF77 in Mainflingen bei Frankfurt am Main zu senden. Der DCF77-Sender der PTB verbreitet das Zeitsignal auf einer Langwellenfrequenz von 77,5 kHz mit einem Radius von etwa 1.500 km. Auch in anderen Teilen der Welt existieren ähnlich funktionierende Zeitsignalsender.
Auf- und Abwerk
Das Auf- und Abwerk (Federspannungsanzeiger) ist bei Marine-Chronometern und speziellen Taschenuhren zu finden. Es handelt sich um eine spezielle Baugruppe der Uhr die auf einer besonderen Skala auf dem Zifferblatt die Zeitdauer anzeigt bis die Uhr wieder aufgezogen werden muss.
Aufzugswelle
Auf der Aufzugswelle befindet sich die Aufzugskrone zum Aufziehen und zur Einstellung der Stunden- und Minutenzeiger. Sie ist am äußeren Ende der Krone angebracht und stellt die Verbindung zum Uhrwerk her. Oft dient diese auch zum einstellen des Datums.
Automatikuhr (Automatik-Uhr)
Die Automatikuhr ist eine mechanische Armbanduhr, bei der durch Armbewegungen des Trägers die Feder durch einen Rotor in kleinen Schritten aufgezogen wird. Das funktioniert so dass der Rotor bei Bewegungen des Uhrgehäuses, aufgrund seiner Massenträgheit und der Schwerkraft, im Raum stehen bleibt, wobei ein Drehmoment auf den Aufziehmechanismus ausgeübt wird. Die Feder wird normalerweise in beide Drehrichtungen aufgezogen.
Wenn die Drehbewegung des Gehäuses in der Achse des Rotors liegt, beruht das Prinzip allein auf dem Trägheitsmoment des Rotors, weshalb dieses Phänomen selbst in der Schwerelosigkeit funktioniert. Bei Drehbewegungen, die senkrecht zur Achse des Rotors stattfinden, kommt dessen Exzentrizität zum Tragen: Meistens ist der Rotor nur halbkreisförmig ausgebildet, so dass sein Schwerpunkt nicht mit seiner Achse zusammenfällt. Gerät die Uhr nur leicht aus der Horizontale, genügt dies meist schon für eine 180-Grad-Drehung des Rotors.
Wenn die Uhr bereits voll aufgezogen ist, verhindert eine Rutschkupplung das Überdrehen der Zugfeder. Neben ihrer einfachen Handhabung zeichnen sich Automatikuhren auch durch einen sehr gleichmäßigen Lauf aus, welcher der stets gleichmäßig gespannten Feder zu verdanken ist.
Autoquarz-Antrieb
Der japanische Hersteller SEIKO entwickelte eine Verbindung aus automatischem Antrieb und Quarzregelung des Gangs, die der Uhr ermöglicht batteriefrei zu laufen ohne Abstriche in der Quarzgenauigkeit machen zu müssen. Mittlerweile sind auch Handaufzugsuhren mit Quarzregelung auf dem Markt verfügbar. Diese Technik hat den Vorteil, dass sich die Uhr auch dann die Zeit merkt, wenn sie mangels Antriebsenergie stehen bleibt (bis zu vier Jahre). So genügt eine erneute Bewegung damit sie sich automatisch auf die aktuelle Zeit einstellt (Auto replay).
Baguettewerk
Das Baguettewerk ist ein besonders schmales Uhrwerk, das vorwiegend bei zierlichen Damenuhren eingesetzt wird. Das Räderwerk wird auf zwei Ebenen angeordnet.
Binäre Uhr
Eine binäre Uhr stellt die aktuelle Zeit in binärer Form dar. Jede Dezimalziffer der ausgegebenen Zeit wird einzeln in das Dualsystem umgerechnet und angezeigt. Die Anzeige erfolgt mittels LED. Die binäre Uhr verfügt über 6 Spalten, welche, je im Doppel, die Stunden, Minuten und Sekunden bilden. Die erste Spalte eines jeden Zweierblocks zeigt die Zehnerwerte und die zweite Spalte die Einerwerte an.
Bläuen
Mit Bläuen wird die Oxydation von Stahlteilen, insbesondere von Zeigern bezeichnet. Diese werden danach poliert und so lange einem thermischen Prozess (Anlaufen) ausgesetzt, bis der typisch blaue Farbton erreicht wird.
Breguet-Spirale
Die Breguet-Spirale ist eine Unruhspirale, bei der der letzte Spiralumgang doppelt knieförmig und nach oben gebogen ist. So dehnt sich die Spirale nach allen Seiten gleichmäßiger aus, was den Vorteil hat dass die Spirale ihren Schwerpunkt beim Schwingen der Unruh nicht verlagert. Sie wurde 1795 von Breguet erfunden und nach ihm benannt.
Brücke
Mit Brücke wird eine auf zwei oder mehr Punkten der Grundplatine aufliegende und dort mit Schrauben und Stellstiften befestigte Messingplatte bezeichnet. Zwischen Brücke und Platine drehen sich die Räder und Achsen.
Cabochon
Ein Cabochon (franz. Nagelkopf) ist ein rund geschliffener Zierstein, der manchmal als Abschluss einer Aufzugskrone eingesetzt wird. Hochwertige Edelstein-Cabochons werden auch in wertvollen Uhrwerken als Achsenlager eingebaut, um die Reibung zwischen den Teilen zu verringern.
Chronograph (Chronograf)
Ein Chronograph (wörtlich Zeitschreiber - griech. chronos = Zeit, grapho = ich schreibe) ist genau genommen eine Stoppuhr. Der Begriff wird allerdings seltener für die Stoppuhr selbst, sondern überwiegend für Uhren mit Stoppfunktion genutzt und dient häufig als modische Bezeichnung für Armbanduhren, die zwar über eine Stoppfunktion verfügen, aber hauptsächlich als gewöhnliche Uhr dienen.
Der Erfinder des ersten Chronographen war der Franzose Rieussec im Jahre 1821. Ein Chronograph verfügt über Stunden-, Minuten- und Sekundenzeiger und bietet zudem einen weiteren Mechanismus, der einen Chronographenzeiger durch manuelle Betätigung eines Drückers aktiviert, deaktiviert und wieder in Nullstellung bringt, ohne das eigentliche Uhrwerk zu beeinflussen. Auf diese Weise lassen sich, je nach technischer Ausstattung, Zeitspannen von einer Minute bis zu 12 Stunden messen.
Chronometer
Chronometer (wörtlich Zeitmesser - griech. chronos = Zeit, metro = Maß, -messer) sind besonders präzise mechanische Uhren, die früher zur Zeitbestimmung zur Navigation auf Schiffen und Flugzeugen benötigt wurden. Die Ganggenauigkeit von Chronometern wird durch ein besonderes Zertifikat eines Uhren-Prüfungsinstituts bescheinigt. Die aufwändigen Chronometerprüfungen dauern bis zu drei Wochen. Wenn bei diesen Prüfungen vorgeschriebene Gangabweichungen nicht überschritten werden, wird vom Chronometer-Prüfinstitut ein sogenannter Chronometer-Gangschein ausgestellt.
Datumsanzeige
Die Anzeige von Tag, Woche oder Jahr. Seltener, werden sogar die wechselnde Länge des Februars und die Schaltjahre angezeigt (Ewiger Kalender).
Dichtungsring
In der Regel bestehen Dichtungsringe aus unterschiedlichen Kunststoffen und dienen dazu eine Uhr wasserdicht zu machen. Dafür wird die Uhr mit mindestens einem Dichtungsring am Gehäusedeckel, Krone und Glas versehen.
Digitalanzeige
Die Digitaluhr verwendet sogenannte Digits (Ziffern) und entweder ein LED- oder ein LCD-Display, um diese anzuzeigen. Dabei spielt es bei der tatsächlichen Zeiterfassung keine Rolle ob es sich um Analog- oder Digitaltechnik handelt. Bei einer Analoguhr kann die Zeiterfassung auch mittels Digitaltechnik realisiert werden und umgekehrt können Digitaluhren durch Analogtechnik angetrieben werden.
Digitaluhr
Bereits im frühen 19. Jahrhundert gab es schon Zeitmesser, die zur Zeitanzeige Ziffernplatten statt Zeigern benutzten. Bei modernen Digitaluhren, wird die Zeit durch ein Flüssigkristall (LCD) oder durch LEDs auf einem Display angezeigt.
Display
Das Display ist ein Zifferblatt mit elektronischer, digitaler oder binärer Zeitanzeige.
Druckschalter (Drücker)
Zur Bedienung von modernen Multifunktionsuhren mit vielen Zusatzfunktionen, wie z.B. Chronographen, ist eine herkömmliche Krone nicht ausreichend. Deswegen haben solche Uhren kleine Druckschalter, die seitlich am Gehäuse angebracht sind.
Eco-Drive
Eco-Drive ist eine von Citizen exklusiv entwickelte Antriebsinnovation bei der durch den Einsatz hochempfindlicher Photozellen Sonnen- oder Kunstlicht in elektrische Energie umgewandelt und für den Uhrenantrieb genutzt wird.
Weil überschüssige Energie in einem Akku gespeichert wird, funktionieren diese Uhren auch wenn sie bis zu 3 Jahre lang im Dunkeln liegen. Dies garantiert eine präzise Zeitmessung ohne jemals die Batterie wechseln zu müssen. Dies ist insbesondere bei Taucheruhren von Vorteil, weil ein Batteriewechsel oft eine Undichtigkeit der Uhr nach sich zieht.
Edelstahl
Schon seit über 70 Jahren werden erfolgreich Uhren aus Edelstahl hergestellt. Edelstahl ist meistens eine Legierung aus Eisen, Nickel, Chrom, Molybdän und Wolfram. Er ist säurebeständig, rostfrei und meist antimagnetisch (je nach Eisenanteil). Edelstahl wird heute ausschließlich bei hochwertigen Uhren eingesetzt.
Ewiger Kalender
Bei einer Uhr mit ewigem Kalender werden Tag, Wochentag, Wochenzähler, Monat, Jahreszeit, Schaltjahresanzeige und Mondphase über die Jahre hinweg präzise angezeigt, ungeachtet der geraden und ungeraden Monate oder der Schaltjahre. Heute findet man diese aufwändige Mechanik fast nur noch in sehr hochwertigen Schweizer Uhren.
Feder
Zugfeder zum Speichern der Aufzugsenergie.
Federhaus
Das Federhaus ist ein zylinderförmiges Gehäuse in dem sich die Triebfeder befindet.
Feinregulierung
Die Feinregulierung ist ein Instrument mit dem die Ganggeschwindigkeit eingestellt wird während das Uhrwerk in Bewegung ist. Durch Drehen einer Schraube wird der Gang der Uhr in sehr feinen Schritten genau reguliert.
Flybackuhren (Fly-Back-Uhren)
Bei Flybackuhren (Chronographen) können während einer Zeitmessung, mittels eines Drückers, alle Zeiger sofort auf Null zurückgesetzt werden. Anschließend wird sofort automatisch eine neue Messung ausgelöst.
Die Funktion beruht auf einer von Dubey & Schaldenbrand 1946 patentierten Variante des Mono-Rattrapante mit Doppelzeiger, bei dem Chrono- und Schleppzeiger über eine Spiralfeder miteinander gekoppelt sind.
Funkuhr
Die Funkuhr ist in der Lage über einen Zeitzeichensender die exakte Zeit einer Atomuhr zu empfangen. Sie entschlüsselt das jeweilige Zeitzeichensignal und zeigt die exakte Ortszeit an. Bei einer Zeitumstellung stellt sich die Funkuhr automatisch um, sobald sich die Atomuhr umgestellt hat und das Signal über den Funkturm bei der Uhr ankommt. Auf Reisen können die meisten Funkuhren ganz einfach auf die entsprechenden Zeitzonen eingestellt werden. So zeigen sie in weiten Teilen Europas, und einige Modelle auch weltweit, die funkgenaue Ortszeit an.
Gang
Der Gang ist der Unterschied zwischen zwei abgelesenen Uhrenständen bei 1 Tag Differenz.
Gangabweichung
Die Gangabweichung drückt die Differenz zweier gemessener Gänge aus. Aufgrund verschiedener Umwelteinflüsse, wie Hitze, Kälte, Erdanziehung, Magnetfeldern, Lage, Vibrationen u.s.w., kann der Gang einer Uhr ungenau ausfallen. Bei mechanischen Uhren, als auch Automatikuhren, betragen die Gangabweichungen, je nach Uhrwerktyp (Armbanduhr, Taschenuhr), zwischen 10 und 60 Sekunden pro Tag. Bei Quarzuhren betragen die Gangabweichungen zwischen 1 und 5 Sekunden pro Tag.
Ganggenauigkeit
Ganggenauigkeit beschreibt die Abweichung von einer bestimmten Norm innerhalb eines festen Zeitraums. Quarzuhren haben eine Ganggenauigkeit von etwa +/- 30 Sekunden im Monat, während Automatikuhren eine Ganggenauigkeit von +/- 30 Sekunden am Tag aufweisen. Deshalb sollten Uhren regelmäßig synchronisiert werden. Die Atomuhr hat eine Ganggenauigkeit von etwa einer Sekunde Abweichung in 30 Millionen Jahren.
Gangreserve (Gangdauer)
Als Gangreserve bezeichnet man die Zeit, die zwischen Vollaufzug und völliger Entspannung der Zugfeder vergeht, bzw. den Zeitraum, in dem eine mechanische Uhr läuft ohne aufgezogen werden zu müssen. Verfügt eine Uhr über eine Gangreserveanzeige, dann zeigt diese die verbleibende Zeit bis zum Stillstand einer mechanischen Uhr an und gibt so Auskunft, wann eine Uhr erneut aufgezogen werden sollte. Die Gangreserve beträgt meistens mehrere Tage.
Gehäuse
Das Gehäuse einer Uhr ist eine schützende und schmückende Verkleidung des Uhrwerks aus verschiedenen Materialien, wie z.B. Gold, Silber, Platin, Messing, Edelstahl, Titan oder Kunststoffen. Frühe Eisenuhren waren häufig offen, doch seit dem 16. Jahrhundert ist, vor allem zum Staubschutz, ein Gehäuse üblich. Die Gestaltung und der Dekor der Gehäuse, folgen der allgemeinen Stilentwicklung im Kunstgewerbe.
Gesperr
Das Gesperr ist ein Teil des Aufzugssystems der Uhr welches das Zurückrutschen des Sperrrades verhindert.
Gleitzaum
Um das Reißen der Zugfeder durch Überspannung bei Uhren mit automatischem Aufzug zu verhindern, ist ihr Ende als Rutschkupplung ausgelegt, so dass sie an der inneren Wand der Federhaustrommel entlang gleiten kann.
Guillochierung (Guillochieren)
Beim Guillochieren werden mittels einer Guillochiervorrichtung optisch sehr ansprechende geometrische Linienmuster (Perlmuster), meist auf Zifferblättern, eingraviert.
Handaufzug
Durch den Handaufzug wird eine mechanische Uhr manuell zum Laufen gebracht. Dabei wird die Aufzugskrone von Hand gespannt und sorgt so für eine Gangreserve von 38-40 Stunden.
Hemmung
Eine Hemmung dient zur Stabilisierung der Drehzahl beim Antrieb des Federwerks. Die Uhrenhemmung sorgt für einen gleichmäßigen Energiefluss in dem sie dem Taktgeber (Unruh, Pendel) die durch Reibung verloren gegangene Energie ersetzt. So erfolgt eine kontrollierte Drehbewegung der Zahnräder, die dann mit Hilfe der Zeiger als Uhrzeit angezeigt wird.
Indikationen
Als Indikationen werden alle Vorrichtungen zur Darstellung des Ablaufs der Zeit bezeichnet. Es gibt auch Hilfsindikationen die über die Uhrzeit hinausgehend, unter anderem Mondphasen, Kalender oder die Zeit anderer Zeitzonen anzeigen.
Jahresuhr
Die Jahresuhr muss nur einmal im Jahr aufgezogen werden, da sie über eine Gangreserve von einem Jahr verfügt. Dafür hat ist die Jahresuhr mit einem besonders zuverlässigen Uhrwerk ausgestattet, dass mit einem Drehpendel arbeitet.
Kalenderuhr
Kalenderuhren sind Armbanduhren mit Datumsanzeige. Oft werden Wochentag, Monat und Jahr mit angezeigt.
Kaliber
Das Kaliber beschreibt die Form und die Größe eines Uhrwerks. Die Kalibernummer steht für den Werkstyp einer Uhr. Anhand dieser Nummer kann ein Uhrenmacher bei Bedarf die passenden Ersatzteile für eine bestimmte Uhr bestellen.
Kleine Sekunde
Die kleine Sekunde ist ein Sekundenrad welches sich nicht in der Zifferblattmitte einer Uhr, sondern meist bei 6 Uhr befindet, weil die Räder im Räderwerk so angeordnet sind. Hierbei wird der Zapfen des Sekundenrads durch das Zifferblatt verlängert und ein separater Zeiger aufgesteckt.
Komplikation
Als Komplikation wird ein Uhrwerk mit zusätzlicher Mechanik wie Kalender, Chronograph, Schlagwerk, Repetition oder Wecker bezeichnet.
Krone
Die Krone ist ein seitlich am Gehäuse angebrachtes, gerändeltes oder geriffeltes Rad zum Einstellen der Uhrzeit (oder weiterer Anzeigen wie Datum). Bei mechanischen Handaufzugsuhren dient sie auch zum Aufziehen der Zugfeder.
Lagen
Armbanduhren werden in unterschiedlichen Positionen getragen. Dementsprechend sind die verschiedenen Lagen auch für die Regulierung der Uhr wichtig. In der Regel wird zwischen fünf Lagen unterschieden: „Krone links“, „Krone unten“, „Krone oben“, „Zifferblatt unten“ und „Zifferblatt oben“. Je nach bestehender Lage wirken die Kräfte unterschiedlich auf die Uhren ein. Deswegen muss die Uhr in allen fünf Lagen reguliert werden, damit ein zuverlässiges Gangergebnis erzielt wird.
Lager
Das Lager einer Uhr sind kleine Bohrungen für die Zapfen des Räderwerks. Manchmal werden die Bohrungen für schnell drehende Triebe und Räder mit hochwertigen Lagersteinen verstärkt.
LED Display (Leuchtdiodenanzeige)
Das LED Display ist eine elektrooptische Anzeige mittels Leuchtdioden (Light Emitting Diod).
Lünette
Die Lünette ist ein Ring mit Nut, der auf das Gehäuse einer tragbaren Uhr montiert ist. Dieser Ring ist entweder fixiert oder drehbar und dient zur Anzeige bestimmter Werte (Himmelsrichtung, zweite Zeitzone, Geschwindigkeitsmesser, usw.).
Mechanikuhr (mechanische Uhr)
Die Mechanikuhr ist eine klassische Uhr die mit einem Handaufzug ausgestattet ist und ausschließlich mittels eines mechanischen Schwingsystems läuft, dass durch eine aufgezogene Feder angetrieben wird.
Mineraluhrenglas (Mineralglas)
Das Mineraluhrenglas ist ein äußerst robustes und kratzfestes mineralisches Material (Härte 5 Mohs). Es gehört zu den relativ preisgünstigen Gläsern, weshalb es eines der meist verwendeten Uhrengläsern ist.
Minutenkranz / Minuterie
Der Minutenkranz (Minuterie) ist eine auf dem Zifferblatt umlaufende Einteilung der Minuten, oft zwischen zwei Kreise eingefaßt und teilweise mit 5-Minutenzahlen versehen.
Mondphase
Als Mondphase bezeichnet man den Zeitraum der Wiederholung des Mondes in seiner Umlaufbahn um die Erde. Eine Umkreisung des Mondes dauert im Durchschnitt 29,5 Tage, also knapp einen Monat. Man unterscheidet zwischen Neumond, zunehmendem Mond, Vollmond, abnehmendem Mond. Bei Uhren mit einer Mondphasenanzeige durchläuft ein stilisierter Mond in einem Fensterausschnitt die Mondphasen.
Nullzähl-Alarm
Der Nullzähl-Alarm ist eine rückwärts laufende Stoppuhr, die beim Erreichen der Zielzeit (0 Minuten/ 0 Sekunden) einen Signalton von sich gibt.
Offiziersuhren
Bei den Offiziersuhren handelt es sich um Reiseuhren aus dem frühen 19. Jahrhundert. Diese hatten meist ein Messinggehäuse und verfügten über Schlagwerk, Repetition und teilweise auch über ein Weckerwerk. Am bekanntesten sind die dekorativen Schweizer Offiziersuhren mit vergoldeten Bronzegehäusen.
PM
PM, p.m. oder P.M. sind Abkürzungen für Post meridiem (lat. für „nach dem Mittag“). PM ist eine Bezeichnungen zur Eingrenzung von Uhrzeitangaben. Als post meridiem werden alle Uhrzeiten von 12:00 Mittag bis 23:59 Uhr bezeichnet.
In den USA, England, Kanada, Australien und Neuseeland ist die 12-Stunden-Darstellung für Uhrzeiten üblich, denen die entsprechende Abkürzung nachgestellt wird, im restlichen englischsprachigen Raum die 24-Stunden-Darstellung. Siehe auch AM.
Pendel
Das Pendel ist ein Gangregler zur Erhöhung der Ganggenauigkeit von Wanduhren. Es besteht aus einer Stange und einer Pendellinse. Durch verschieben der Pendellinse nach oben oder nach unten wird eine grobe Regulierung der Ganggeschwindigkeit erreicht.
Pulsometer
Das Pulsometer ist eine Uhrenskala, die die Ablesung der Pulsschlagfrequenz pro Minute ermöglicht.
Quarzuhr / Quartzuhr
Eine Quarzuhr ist eine Uhr, deren Taktgeber ein elektronischer Quarzoszillator ist, dessen Frequenz mit Hilfe eines Schwingquarzes besonders genau eingehalten werden kann.
Zu Beginn wurden Röhren verwendet, um die Frequenz des Quarzoszillators auf einen Sekundentakt zu bringen, seit den 50iger Jahren werden dafür hauptsächlich Transistoren eingesetzt. Diese Schwingungen treiben entweder ein mechanisches Uhrwerk an, oder geben den Takt für eine Elektronik vor. Die Anzeige kann über mechanische Zeiger, LCD oder LED realisiert werden.
Aufgrund der modernen Halbleitertechnik lassen sich solche Uhren heutzutage sehr stromsparend und preisgünstig bauen.
Rattrapante
Als Rattrapante wird ein, an einem Chronographenwerk im Mittelpunkt angebrachter, Schleppzeiger (z.B. Schleppsekunde) bezeichnet, mit dem Zwischenzeiten gemessen werden, ohne dass der primäre Sekundenzeiger angehalten werden muss. Diese Technik wird oft in sehr teuren Uhren eingesetzt.
Regulator
Beim Regulator dominiert als markantes Element der Minutenzeiger. Stunden- und Sekundenzeiger drehen sich dezentral in anderen kleineren Zifferblattbereichen.
Regulierung
Als Regulierung wird die Feineinstellung und Justage einer mechanischen Uhr bezeichnet.
Saphirglas
Saphirglas (Al2O3) ist ein synthetisches Glas, dass von den üblichen Uhrengläsern das härteste und kratzfesteste ist. Lediglich der Diamant und einige Karbide übertreffen seine Härte und können Kratzer auf einem Saphirglas verursachen.
Schaltradchronograph
Der Schaltradchronograph ist ein klassischer Chronograph, bei dem die Funktionen wie Start-, Stop-, und Nullstellung über ein Schaltrad, gesteuert werden. Diese handwerklich sehr aufwändige Art von Chronographen wird heute nur noch sehr selten hergestellt. Uhren mit dieser Mechanik, die in den 40er Jahren verbreitet war, sind heute begehrte Sammlerstücke.
Schlagwerk
Das Schlagwerk dient zur akustischen Zeitangabe. Der Ton wird mittels eines oder mehrerer Hämmer erzeugt, die auf Glocken, Tonstäbe oder Tonfedern treffen. Das Schlagwerk wird entweder durch Gewichtszüge oder durch Federkraft angetrieben.
Schleppzeiger
Der Schleppzeiger wird gerne auch "nachspringende Sekunde" genannt (ein Beispiel dafür ist der Rattrapante). Bei dieser Art von Chronographen wird ein zweiter großer Stoppzeiger angehalten, um eine Zwischenzeit zu stoppen. Beim Loslassen springt er auf den Stand des anderen Stoppzeigers nach und läuft mit diesem synchron weiter. So können mehrere Zwischenzeiten gemessen werden.
Selbstaufzug
Der Selbstaufzug funktioniert nach dem Prinzip des Schrittzählers. Ein, durch das Tragen der Uhr, auf- und abschwingendes Gewicht zieht die Feder auf und sorgt für eine dauerhafte Funktion des Uhrwerks. In modernen Armbanduhren wird diese Technik teilweise schon als Strom-Generator für Quarzuhren eingesetzt.
Skelettierte Uhr (Skelettierung)
Bei einer skelettierten Uhr werden bestimmte Elemente, wie z.B. Zifferblätter, so ausgespart, dass die Uhrmechanik sichtbar wird, um der Uhr eine filigrane Optik zu verleihen. Besonders häufig wird diese Technik bei Chronographen verwendet, da diese über umfangreiche mechanische Teile verfügen.
Steine (engl. Jewels)
Als Steine werden synthetisch hergestellte Rubine bezeichnet. Diese vermindern Abnutzung und Reibung der Räder bei mechanischen Uhren ohne Schmierstoffe zu verwenden.
Stoppuhr
Stoppuhren werden sehr oft beim Sport oder zur Navigation zum Messen von Zeitintervallen eingesetzt.
Stosssicherung
Bei einer Stosssicherung sorgen speziell befestigte Lager (Steine) der Unruhwelle dafür, dass die empfindlichen Bauteile bei starken Stößen der Uhr nicht beschädigt werden.
Swiss Made
Damit eine Uhr das Qualitätsmerkmal „Swiss Made“ tragen kann, müssen strenge Kriterien erfüllt sein. Das Werk der Uhr muss in der Schweiz zusammengesetzt, in Gang gesetzt, reguliert und auch vom Hersteller kontrolliert worden sein. Außerdem müssen mindestens 50% der vorhandenen Bestandteile aus schweizerischen Fabrikationen bestehen und nach dortigen Standards kontrolliert worden sein. Bekannte schweizer Uhrwerke sind z.B. von Piguet, Breguet, ISA, ETA oder Lemania.
Tachymeter
Mit Hilfe eines Tachymeters kann man einschätzen in welcher Geschwindigkeit sich ein Objekt bewegt oder ein bestimmter Vorgang stattfindet. Die Tachymeterskala erleichtert die Umrechnung einer bestimmten Quantität pro gemessene Sekunde in deren Wert pro Stunde. Zum Beispiel wird bei 100 km/h eine 1000 Meter Strecke in 36 Sekunden zurückgelegt. Englischsprachige Tachymeter basieren auf der Meileneinheit (Mph).
Taucheruhr
Das Hauptmerkmal einer Taucheruhr ist in der Regel dass sie bis mindestens 200 m Wassertiefe wasserfest ist. Außerdem ist sie druckfest, auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut ablesbar und mit einer nur in einer Richtung drehbaren Lünette ausgestattet, mit der man die Tauchzeit bestimmen kann.
In Deutschland müssen Taucheruhren strenge Kriterien erfüllen bevor sie unter dieser Bezeichnung vermarktet werden dürfen. Sie müssen über perfekte Wasserdichte verfügen, die genaue Ablesbarkeit von Uhrzeit und Tauchzeit muss auch aus 25 cm Entfernung und bei Dunkelheit gewährleistet sein. Als letztes wichtiges Kriterium muss die Uhr eine Möglichkeit zur Vorwahl einer Zeitspanne bieten (z.B. in Form eines Timers oder einer Lünette).
Telemeterskala
Mit Hilfe der Telemeterskala können bestimmte Entfernungen auf Basis der bekannten Schallgeschwindigkeit zwischen einem Beobachter und einem Objekt direkt errechnet werden. Die Telemeterskala befindet sich als zusätzliche Skala auf manchen Chronographenzifferblättern.
Tourbillon
Als Tourbillon wird eine Uhr mit einem einzigartigem Drehgestell bezeichnet. Dieses gleicht Unwuchtigkeiten des Unruhsystems und damit schwerkraftbedingte Lagefehler aus. Diese bahnbrechende Konstruktion wurde vom Uhrmachergenie Abraham Louis Breguet erfunden.
Uhrenbeweger
Ein Uhrenbeweger ist ein Gerät, das zwei Funktionen hat. Zum einen, hält es eine Automatikuhr in Bewegung, womit sich die Notwendigkeit des manuellen Aufzugs und der lästigen Einstellarbeit erübrigt. Zum anderen, ermöglicht ein Uhrenbeweger die geschützte und repräsentative Aufbewahrung wertvoller Automatikuhren.
Uhrenglas
Das Uhrenglas ist eine runde oder eckige gewölbte Scheibe aus natürlichem oder synthetischem Glas, zum Schutz von Zifferblatt und Zeigern.
Unruh
Die Unruh ist ein Taktgeber des Schwungrads und sorgt für eine gleichmäßige Bewegung der Zeiger über das Räderwerk. Je genauer die Unruh das Schwungrad in Bewegung setzt, desto präziser ist die angezeigte Zeit.
Verschraubte Krone
Bei besonders robusten Uhren mit hoher Wasserdichtigkeit wird meist eine verschraubte Krone eingesetzt, um eine hohe Dichtigkeit zu erhalten und die Uhren stoßfest zu machen.
Wasserdichtigkeit
Die Angaben über die Wasserdichtigkeit von Uhren führen immer wieder zu Missverständnissen, da die angegebenen Meterangaben meist wenig Aussagekräftig sind.
Es kann auch vorkommen, dass die Angabe der Wasserdichtigkeit in Bar statt Metern erfolgt. Dies ist folgendermaßen zu verstehen: 3 bar = 30 m, 5 bar = 50 m, 10 bar = 100 m, 20 bar = 200 m.
Weltzeituhr
Eine Weltzeituhr ist in der Lage bestimmte oder sogar alle Zonenzeiten der Welt an verschiedenen Orten gleichzeitig anzuzeigen.
Yachttimer
Ein Yachttimer ist eine Sportuhr mit verschiedenen zusätzlichen Möglichkeiten, die für den Segelliebhaber unentbehrlich sind, wie z.B. ein integrierter Yacht Countdown, der auf einem Zeitraum bis zu 10 Minuten einzustellen ist. Ein Signallaut gibt Auskunft über die verbleibende Zeit bis zum Rennstart. Um auch bei Regen eine reibungslose Funktion zu garantieren, verfügt ein Yachttimer über eine Wasserdichtigkeit von 10 bar.
Zeiger
Die Zeiger sind meist paarweise mittig am Zifferblatt montiert. Sie sind aus Metall, Edelholz oder Kunststoff und zeigen mit einer Spitze auf die Stundenindizes. Seit dem 17. Jahrhundert haben sich zwei Zeiger in einer Uhr etabliert und bis auf wenige Ausnahmen bis heute durchgesetzt. Meistens entsprechen die Zeiger der Mode und dem Design der Uhr und bestimmen maßgeblich deren Aussehen.
Zeigerwerk
Das Zeigerwerk dient zum direkten Antrieb der Zeiger und wird vom Gehwerk angetrieben. In der Regel besteht es aus drei Rädern: Minutenrad, Stundenrad und Wechselrad. Die Übersetzung des Zeigerwerks liegt im Normalfall bei zwölf zu eins, bei italienschen Uhren bei sechs zu eins und bei astronomischen Uhren bei vierundzwanzig zu eins.
Zeitzonen
Eine Zeitzone ist ein Abschnitt der Erdoberfläche, auf dem zu einem gegebenen Zeitpunkt dieselbe Uhrzeit und dasselbe Datum gelten. Insgesamt gibt es 24 Zeitzonen, die je 15 Längengrade umfassen und beim Nullmeridian (Greenwich-Meridian) beginnen.
Beim Übergang von einer zur folgenden Zeitzone verschiebt sich die Zeit um eine Stunde. Reist man in Richtung Osten, muss man seine Uhr vorstellen; in Richtung Westen zurückstellen. Wird dabei Mitternacht überschritten, müssen auch Datumsanzeigen entsprechend angepasst werden.
Zeitzonenuhr
Eine Zeitzonenuhr hat mindestens zwei Zifferblätter, bei denen gleichzeitig die Zeit verschiedener Weltzeitzonen angezeigt wird.
Zentralsekunde
Die Zentralsekunde ist die Sekunde die genau in der Mitte der Zifferblatts angezeigt wird.
Ziffern (Stundenindizes)
Bei den ersten Zifferblättern wurden überwiegend römische Ziffern zur Anzeige der Stunden verwendet. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts wurden auch immer häufiger römische Ziffern für die Stundenanzeige sowie arabische für Minutenanzeige eingesetzt.
Zifferblatt
Das Zifferblatt ist eine flache Platte die im Uhrengehäuse eingebettet ist und zum Anzeigen der Stunden, Minuten oder Sekunden dient. Je nach Design einer Uhr kann sie rund, oval oder rechteckig sein.
Zugfeder
Die Zugfeder ist eine Metallfeder, die im Federhaus der Uhr durch Hand- oder Automatikaufzug zugeführte Aufzugs-Energie für das mechanische Uhrwerk speichert.
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